Browsed by
Kategorie: Landscape

Mehr Belichtungen, weniger Bildbearbeitung

Mehr Belichtungen, weniger Bildbearbeitung

Ich arbeite sehr oft mit mehreren Belichtungen pro Bild. Das hat unterschiedlichste Gründe: Kombiniere ich in der Bildbearbeitung etwa eine Aufnahme der blauen Stunde mit einer Aufnahme der Milchstrasse, kann ich die Landschaft unter dem Sternenhimmel mit enorm viel Details und ohne Rauschen abbilden. Auch starke Kontraste lassen sich in den Griff kriegen – sei es durch HDR Tone Mapping oder in meinem Fall durch manuelles Überblenden. Dazu kommen Themen wie Fokus Stacking oder das Entfernen von Lensflares.

Read More Read More

Erste Schritte in der Drohnenfotografie

Erste Schritte in der Drohnenfotografie

Zurzeit steht ein riesiger Koffer in meinem Wohnzimmer. Darin wartet eine Drohne auf ihren Einsatz: Keine geringere als die DJI Inspire 1. Das „Spielzeug“ (wer einmal eine geflogen ist, weiss, dass der Begriff dem Gerät nicht gerecht wird) habe ich mir ausgeliehen um mich näher an das Thema heranzutasten. Die ersten Bilder sind mittlerweile im Kasten und ich möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten.

Read More Read More

Mit Luminanzmasken arbeiten (Aktionen!)

Mit Luminanzmasken arbeiten (Aktionen!)

Wer sich mit der Landschaftsfotografie beschäftigt kommt über kurz oder lang mit dem Thema „Luminanzmasken“ in Kontakt. Für all diejenigen, die darunter erstmal nur Bahnhof verstehen, oder sich vielleicht auch schon mal ansatzweise mit dem Thema beschäftigt haben, möchte ich hier eine kleine Einführung geben. Zusätzlich erhaltet ihr ein kostenloses Aktionspaket zur Erstellung der Luminanzmasken. Was ihr dafür tun müsst? Nichts! Die Aktionen sind ein kleines Geschenk an euch!

Was sind Luminanzmasken?

Eine Luminanzmaske ist eine Auswahl, die auf den Helligkeitsinformationen eures Bilds basiert. Stellt euch vor, ihr befindet euch in dieser klassischen Situation: Ihr wollt euren Himmel abdunkeln und die Kontraste anpassen. Wenn ihr nun eine Einstellungsebene erstellt – zum Beispiel eine Gradationskurve – wirken sich die Veränderungen aber nicht bloss auf den Himmel aus, sondern auf das komplette Bild. Was könnt ihr also tun? Ihr könnt versuchen, bloss die hellsten Bereiche zu bearbeiten und eine komplexe Kurve dazu anlegen. Das ist umständlich. Ihr könnt ebenfalls versuchen, die Bereiche, die nicht bearbeitet werden sollen, über eine Maske auszublenden. Das ist ebenfalls mühseelig und selten präzise. Spätestens wenn komplexe Strukturen am Horizont auftauchen – zum Beispiel Bäume – könnt ihr das präzise Arbeiten mit dem Pinsel vergessen. Weiter könnt ihr versuchen den Himmel freizustellen – etwa mit dem Schnellauswahlwerkzeug oder mit dem Zauberstab. Diese Vorgehensweise ist ebenfalls sehr aufwändig und nicht gerade einfach umzusetzen. Zum Glück bietet Photoshop eine einfachere Methode, wie ihr eine schnelle und zudem extrem saubere wenn nicht sogar perfekte Auswahl erstellen könnt: Die Luminanzmaske!

Dazu benötigt ihr die Kanäle in Photoshop. Bei diesem Thema ist bei den meisten erstmal Feierabend – zugegeben: Diese wirken auf den ersten Blick extrem kompliziert. Aber keine Angst: Ich werde euch Schritt für Schritt durchführen und auch wie gesagt auch ein kostenloses Aktionspaket zur Verfügung stellen, mit dem ihr euch die ganze Arbeit in Zukunft sparen könnt. Die Kanäle bieten euch die tolle Möglichkeit, Bereiche im Bild aufgrund ihrer Helligkeit auszuwählen. Das ist nützlich, da z.B. der Himmel typischerweise heller ist, als der Horizont – statt nun also mühseelig eine manuelle Auswahl zu erstellen, könnt ihr Photoshop damit beauftragen, eine Maske zu erstellen, die bloss Bereiche ab eine gewissen Helligkeit beinhaltet. Wenn ihr diese Maske über eure Einstellungseben legt, werden auch bloss die gewünschten Bereiche bearbeitet.

Wie erstelle ich eine Luminanzmaske?

Um eine Auswahl zu erstellen, könnt ihr mit gedrückter Ctrl Taste (Mac: CMD / ⌘) auf das kleine Bild des RGB Kanals klicken.

 

Luminanzmasken erstellen
Ctrl + Klick auf den RGB Kanal erstellt eine Auswahl der hellen Bildbereiche.

 

Nun sind sämtliche Bereiche ausgewählt, die heller sind als 50%. Das ist bereits ein guter Anfang – im Prinzip lässt sich bereits von einer Luminanzmaske sprechen (nämlich von der Maske „Lichter 1“). Diese ist aber unter Umständen noch nicht präzise genug, um den Himmel anzusteuern aber den Horizont auszusparen. Dazu lässt sich die Auswahl nun weiter verfeinern – d.h. noch stärker auf die Lichter konzentrieren. Mit einem Klick auf das Maskensymbol können wir die Auwahl erstmal in den Kanälen abspeichern. Wir nennen den neuen Kanal „Lichter 1“.

 

Luminanzmasken speichern
Mit einem Klick auf das Symbol wird die aktuelle Auswahl in einem neuen Kanal gespeichert.

 

Nun kann die Auswahl weiter auf die Lichter konzentriert werden. Dazu erfolgt ein Klick auf das kleine Bild des neuen Kanals mit der gedrückten Tastenkombination Ctrl + Alt + Shift. Die neue Auswahl wird erneut mit einem Klick auf das Maskensymbol gespeichert – den neuen Kanal nennen wir nun „Lichter 2“. Dieses Vorgehen kann beliebig oft wiederholt werden – ich persönlich arbeite gerne mit insgesamt 4 Masken für die Lichter. Mit derselben Vorgehensweise, lassen sich Luminanzmasken erstellen, die bloss die dunkeln Bildbereiche ansteuern. Dazu muss das ursprüngliche Bild mit Ctrl + I invertiert werden (d.h. es entsteht ein Negativ, welches ihr nach dem Erstellen der Masken wieder löschen könnt), worauf ihr den ganzen Prozess 1:1 wiederholt. Wenn ihr Masken erstellen wollt, die bloss die Mitteltöne ansteuern, aber die hellen und dunkeln Bereiche verschonen, könnt ihr mit Ctrl + A eine Auswahl des gesamten Bildes erstellen und darauf mit der Tastenkombination Ctrl + Alt + Klick auf die Kanäle für die Lichter und Schatten die zu schützenden Bereiche aus der Auswahl entfernen. Ich möchte hier nicht detaillierter auf die Vorgehensweise eingehen, da ich euch den Prozess mit dem Aktionspaket in Zukunft vollständig ersparen werden.

Wie arbeite ich mit Luminanzmasken?

Wenn ihr alle Masken erstellt habt, habt ihr gemäss meiner Vorgehensweise 4 Kanäle für die Lichter, 4 für die Schatten und 4 für die Mitteltöne. Ihr wollt nun einen bestimmten Bereich gezielt bearbeiten – zum Beispiel möchte ich den Baum vor dem Himmel aufhellen. Ich erstelle erstmal eine Einstellungsebene (z.B. eine Gradationskurve) mit einer schwarzen Maske. Nun betrachte ich die einzelnen Kanäle und suche mir einen aus, der den Baum besonders gut vom Himmel trennt. Nun lade ich die Auswahl mit der Tastenkombination Ctrl + Klick auf das kleine Bild des Kanals. Die gestrichelten Markierungen können nun etwas störend wirken – das liegt daran, das wir eine extrem detaillierte Auswahl erstellt haben. Um ungestört arbeiten zu können, lässt sich die Markierung mit Ctrl + H ausblenden (Achtung: Oft geht die Auswahl daraufhin vergessen, was in späteren Arbeitsschritten zu merkwürdigen Fehlern führt. Denkt daran, sie nachher wieder einzublenden oder mit Ctrl + D zu deaktivieren).

Nun wählt ihr einen Pinsel mit weicher Kante, weisser Farbe und einer niedrigen Deckkraft oder wahlweise einem niedrigen Fluss. Langsam malt ihr damit in der Maske der Einstellungsebene über die Bereiche, die eingeblendet werden sollen – in diesem Fall über den Baum. Sorgfallt ist dabei immer gut, ihr werdet dabei aber schnell feststellen, dass ihr nicht jedes Ästchen einzeln übermalen müsst, sondern grosszügig und schnell arbeiten könnt. Die Luminanzmaske erlaubt es euch, extrem effizient zu arbeiten und das erst noch präziser, als es ohne möglich wäre. Ihr könnt nun über die Gradationskurve zu jedem Zeitpunkt die Helligkeit des Baums steuern, ohne euch Gedanken um den Himmel machen zu müssen.

 

Luminanzmasken erstellen
Beispiel einer Luminanzmaske.

 

Quicktipp: Wenn ihr die gewünschte Auswahl geladen habt, könnt ihr mit einem Klick auf das Maskensymbol einen neuen, identischen Kanal erstellen. Diesen könnt ihr über Bild -> Korrekturen weiter bearbeiten und so weiter verfeinern. Auch mit dem Pinsel oder dem Abwedler/Nachbelichter Werkzeug könnt ihr eure Luminanzmaske ganz euren Bedürfnissen anpassen.

Kostenlose Aktionen zur Erstellung von Luminanzmasken

Damit ihr diesen Prozess nicht immer wiederholen müsst, stelle ich euch meine Aktionen zur Erstellung von Luminanzmasken kostenlos zur Verfügung. Enthalten ist eine Aktion zur Erstellung der Masken, eine Aktion zur Löschung der Masken und eine Aktion zur Aktualisierung der Masken. Ihr müsst im Hinterkopf behalten, dass sich die abgespeicherte Auswahl nicht verändert. Wenn sich also die Helligkeitswerte innerhalb des Bildes Verändern, bleiben die Masken unangetastet, bis ihr neue erstellt. Das ist mit den Aktionen mithilfe eines einzigen Klicks möglich. Gerne dürft ihr die Aktionen mit euren Freunden oder Fans auf Facebook teilen – verlinkt dazu einfach diesen Blogartikel. Wenn ihr euch dafür bedanken möchtet, abonniert meinen Blog, liked meine Seite auf Facebook und teilt den Beitrag! (Keine Voraussetzung!). Das Aktionspaket findet ihr unter dem folgenden Link:

Luminanzmasken Severin Pomsel

Wie ihr die Aktionen in Photoshop einfügt, könnt ihr hier nachlesen:

Photoshop: Aktionen installieren

Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick in das Thema der Luminanzmasken geben. Sie bieten euch zahlreiche weitere Möglichkeiten – etwa das manuelle Überblenden mehrerer Belichtungen, was meiner Meinung nach den klassischen HDR Programmen wie Photomatix und co. vorzuziehen ist. Dazu aber in einem späteren Beitrag mehr. Macht’s gut!

Lensflares einfach entfernen

Lensflares einfach entfernen

Die Sache mit den Lensflares… Eine Hassliebe könnte man sagen: Manchmal unterstützen sie die Bildwirkung ungemein, in anderen Fällen wiederum sind sie einfach nur lästig. In der Regel sind sie schwer zu kontrollieren und oft ein notwendiges Übel. Früher oder später stellt sich für die meisten die Frage: Wie werde ich die Dinger eigentlich wieder los? Der Kopierstempel hilft da auch nur bedingt und bloss in sehr einfachen Fällen. Meistens wirft man früher oder später das Handtuch. Es gibt allerdings eine relativ simple Methode um mit störenden Lensflares fertig zu werden, was allerdings nicht alleine in der Retusche möglich ist, sondern etwas Vorarbeit beim Fotografieren benötigt.

Lensflares entfernen

Wann kommt es zu Lensflares?

Grundsätzlich können Lensflares immer dann auftreten, wenn Licht relativ frontal ins Objektiv fällt. Wer etwa direkt in die Sonne fotografiert, wird sie früher oder später bemerken, aber auch wenn die Sonne nicht mehr direkt im Bild ist, können sie auftreten. Die einfachste Methode dem entgegenzuwirken ist eine Gegenlichtblende (das Ding, dass mit dem Objektiv mitgeliefert wird und von Anfängern gerne verkehrt herum ans Objektiv geschraubt wird um Platz zu sparen. Lasst das und montiert sie richtig – das sieht nicht nur besser aus, sondern führt idealerweise auch zu kontrastreicheren Bildern und zu weniger Lensflares). Aktuelle, hochwertige Objektive sind zudem relativ resistent gegen Lensflares, aber auch mit einem aktuellen Top Objektiv mit montierter Gegenlichtblende ist das Thema nicht zwangsläufig vom Tisch. Was kann man also tun, wenn der Effekt ungewollt dennoch auftritt?

Trick 17: Hand vor das Objektiv!

Ihr werdet definitiv ein Stativ benötigen, um den Bildausschnitt konsistent zu halten. Der Trick ist aus diesem Grund insbesondere für Landschaftsfotografen interessant und um ehrlich zu sein auch nicht meine persönliche Erfindung. Dennoch möchte ich ihn mit euch teilen:
Nehmt eure Aufnahme wie gewohnt auf; wählt den Bildschnitt wie es euch beliebt und denkt dabei erstmal nicht an lästige Lensflares. Wenn sie dennoch auftauchen, wiederholt ihr die Aufnahme. Nun haltet ihr aber eure Hand oder den Objektivdeckel vor die Sonne. Dadurch blockt ihr das extreme Gegenlicht ab und die Lensflares verschwinden.

Ohne Lensflares fotografieren

Das ganze lässt sich, wie hier, auch ohne weiteres bei einer Belichtungsreihe umsetzen – unter Umständen braucht ihr die, wenn ihr in einem solchen extremen Winkel gegen die Sonne fotografiert.

Die Lensflares einfach entfernen

In der Nachbearbeitung führt ihr nun die absolut identischen Korrekturen an den jeweiligen RAW Daten durch – RAW Converter wie Lightroom bieten dazu ja ganz einfache Mittel und Wege, mit denen ihr die Einstellungen, die ihr an einem Bild vorgenommen habt ohne weiteres auf das nächste übertragen könnt. Nun öffnet ihr die beiden Bilder in Photoshop und legt das Bild mit der Hand auf einer eigenen Ebene direkt über das andere. Mit gedrückter Alt-Taste klickt ihr nun auf das Maskensymbol und fangt an, die Bereiche die von Lensflares betroffen sind, gezielt mit einem weissen Pinsel zu überblenden. Nutzt dazu ruhig eine niedrige Deckkraft und geht mehrmals über betroffenen Bereiche: Das Bild wird nicht bloss Lensflares enthalten, sondern wird gerade bei günstigeren Objektiven deutlich flauer sein, als die abgeschirmte Version. Mit einem geringen Fluss / einer geringen Deckkraft könnt ihr für weiche, unauffällige Übergänge sorgen. Oft werden in unmittelbarer Näher der Sonne weiterhin Lensflares auftauchen, die ihr mit dieser Methode nicht so leicht erwischt. Ihr könnt sie gezielt in Szene setzen oder dennoch das Reparaturwerkzeug darum bemühen: Gerade im Himmel lässt sich damit auf jeden Fall auch arbeiten.

Lensflares retuschieren

Ich hoffe, das kleine Tutorial war für den einen oder anderen Einsteiger interessant. Bevor ihr also das nächste Mal verzweifelt versucht, die Lensflares wegzustempeln: Denkt an den Trick mit der Hand! 😉

Den Blick des Betrachters führen

Den Blick des Betrachters führen

Bei jedem Bild solltet ihr euch fragen: Was will ich zeigen? Was soll das Bild aussagen? Was ist eigentlich das Hauptmotiv – der Knochen – und was ist bloss das Fleisch drum herum? Im heutigen Beitrag geht es um die Frage, die darauffolgt: Wisst bloss ihr, was das Hauptmotiv ist, oder weiss es auch der Betrachter? Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte, aber das gilt auch nur dann, wenn ihr eure Bilder sprechen lassen könnt. Wie wir nun den Blick des Betrachters auf das wesentliche lenken können, möchte ich euch ein wenig genauer vermitteln.

 

Störende Bildelemente vermeiden

 

Wenn wir mit unserem Blick über ein Bild wandern, bleiben wir an manchen Stellen hängen, während wir andere schlicht und einfach überfliegen. Wenn wir also unsere Bilder erstellen, wollen wir, dass der Betrachter genau da hängen bleibt, wo er hängen bleiben soll. Stellt euch ein Portrait vor: Schön ausgeleuchtet, ein tolles Model mit tollem Ausdruck in einer stimmungsvollen Szene – das einzige was nicht passt: Das Model hat einen gigantischen, entzündeten Pickel auf der Stirn. Wo würde euer Blick wohl hängen bleiben? Bei den Augen, der Mimik, der Pose oder dem tollen Kleid? Wohl kaum: Wahrscheinlich würden die meisten wie gebannt den Pickel anstarren. In diesem Fall liefert uns Photoshop natürlich ganz einfache Hilfsmittel um das Problem zu beheben, aber ich denke, das Beispiel ist einleuchtend.

Versucht also störende Bildelemente konsequent zu vermeiden. Angeschnittene, unkenntliche Schilder, Äste oder andere Gegenstände an den Bildrändern, unruhige Hintergründe oder Sensorflecken stören ebenso wie Halos und chromatische Aberration um Bäume oder Berge. Flecken auf T-Shirts gehören raus gewaschen oder zumindest retuschiert und künstliche Bilderrahmen gehen in 99% aller Fälle sowieso gar nicht. Kurz: Setzt alles daran, dass euer Motiv der Blickfänger eures Bilds ist und nicht ein störender Fehler.

 

Komposition

 

Nutzt die Möglichkeiten der Komposition um euer Motiv gezielt hervorzuheben. Leading Lines sind eine Möglichkeit um den Blick des Betrachters zu führen. Ausserdem könnt ihr gezielt mit Perspektiven, Distanzen und Brennweiten arbeiten: Wenn ihr ein extrem Weitwinkliges Objektiv verwendet, gewinnt der Vordergrund massiv an Gewicht, während Objekte im Hintergrund verschwindend klein abgebildet werden. Spielt mit Distanzen zwischen einzelnen Bildelementen (Etwa: Zusammen, was zusammengehört) oder zwischen dem Motiv und eurer Kamera. Bestimmt kennt ihr den Spruch: «Wenn dein Bild nicht gut ist, bist du nicht nahe genug». Das dürfte ein weiterer Anhaltspunkt für eure Bilder sein.

 

Helligkeit, Farbe und Schärfe

 

Weiter solltet ihr euch darauf achten, dass sich euer Motiv durch weitere Aspekte vom Rest des Bildes abgrenzt. Dabei gilt die Devise: Der Betrachter bleibt an hellen, gesättigten, scharfen und kontrastreichen Elementen hängen. Ein erster Schritt ist es also, die Helligkeitsinformationen eures Bildes zu analysieren. Betrachtet es dazu beispielsweise mal in schwarzweiss (z.B. in Lightroom über den Shortcut «V»). Wandert euer Blick sofort zum Hauptmotiv oder irrt er ziellos umher? Es kann sinnvoll sein, mit einer Vignettierung zu arbeiten – das heisst, unwichtige Bildinformationen an den Rändern werden abgedunkelt und euer Motiv ggf. aufgehellt. Unter anderem aus diesem Grund, solltet ihr auf kitschige, weisse Vignetten verzichten. Die sehen nicht bloss amateurhaft aus, sondern ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters vom Motiv auf die Vignettierung. Dasselbe gilt für die Sättigung: Ist euer Motiv ungesättigt und in einer knallig bunten Umgebung, wird es dem Betrachter kaum ins Auge springen – eine leuchtend gelbe Blume in einer kargen Landschaft hingegen schon. Dass ihr euer Motiv über Schärfe und Unschärfe hervorheben könnt, gehört wohl zu den grundlegendsten Lektionen der Fotografie. Fotografiert ihr etwa besonders offenblendig, verschwindet der unruhige Hintergrund in einer zarten Unschärfe, während das eigentliche Motiv umso schärfer in den Vordergrund tritt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Anhaltspunkte liefern, um den Blick des Betrachters in Zukunft besser lenken zu können. Schreib eure Meinung, Fragen und Anmerkungen in die Kommentare und postet gerne eure Beispiele an meine Facebook Pinnwand. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg bei der Umsetzung!