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Kategorie: Grundlagen

Erste Schritte in der Drohnenfotografie

Erste Schritte in der Drohnenfotografie

Zurzeit steht ein riesiger Koffer in meinem Wohnzimmer. Darin wartet eine Drohne auf ihren Einsatz: Keine geringere als die DJI Inspire 1. Das „Spielzeug“ (wer einmal eine geflogen ist, weiss, dass der Begriff dem Gerät nicht gerecht wird) habe ich mir ausgeliehen um mich näher an das Thema heranzutasten. Die ersten Bilder sind mittlerweile im Kasten und ich möchte euch meine Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten.

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5 Fotografen, denen ihr unbedingt folgen solltet

5 Fotografen, denen ihr unbedingt folgen solltet

Wer mich schon länger kennt, weiss, dass ich mir die Fotografie mehrheitlich autodidaktisch angeeignet habe. Doch was heisst das konkret? Habe ich alles ausprobiert und mir dieses Wissen aus dem nichts erarbeitet? Natürlich nicht! Ich habe unzählige Stunden investiert um alle möglichen Tutorials, Blogbeiträge, Youtube Videos, etc. zu konsumieren und habe dieses theoretische Wissen dann in der Praxis eingesetzt, bis es geklappt hat. Ich möchte euch im Folgenden eine Auswahl von Fotografen präsentieren, die mich auf diesem Weg massiv vorwärts gebracht haben und deren Material ich auch heute noch dann und wann konsumiere.

1. Benjamin Jaworskyj

„Benjamin Jaworskyj – der Jamie Oliver der Fotografie“: Irgendwo habe ich diese Bezeichnung mal aufgeschnappt und ja, das hat was. Ben’s Videos waren für mich die erste Anlaufstelle auf dem Weg zum Fotografen – er vermittelt die Basics der Fotografie von A bis Z auf eine unglaublich lockere Art und Weise. Dadurch ist neben dem Lerneffekt auch Unterhaltung garantiert. Ben schafft es, die anfangs so komplex scheinenden Sachverhalte so einfach auf den Punkt zu bringen, dass ich glaube, selbst ein Affe könnte mit seinen Videos fotografieren lernen, wenn er denn der deutschen Sprache mächtig wäre… 😉

2. Calvin Hollywood

Calvin Hollywood gehört sicherlich ebenfalls zu den bekanntesten Fotografen im deutschsprachigen Raum – jedenfalls was die sozialen Medien angeht. Ich empfehle seine Videos jedem, der sich intensiv mit Photoshop auseinandersetzen möchte. Viele Techniken, insbesondere was die Beauty Retusche angeht, habe ich mir dank seinen Videos angeeignet. Heute verfolge ich seine Videos und insbesondere auch seinen Podcast – innerhalb der letzten zwei Jahre hat er sich vom Photoshop Trainer verstärkt in die Business Richtung entwickelt und liefert auch in dem Bereich unglaublich wertvolle Informationen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

3. Michael Woloszynowicz

Während Calvin Hollywood tolle Arbeit leistet, was das Vermitteln der Beauty Retusche angeht, ist Michael Woloszynowicz (aka vibrantshot photography) für all diejenigen zu empfehlen, bei denen es noch weiter ins Detail gehen soll. Er zeichnet sich durch eine sehr sorgfältige Arbeitsweise aus und vermittelt im Bereich Retusche auch viel Wissen für Fortgeschrittene – von Farbangleichungen bis zur Frequenztrennung. Wer kein Problem mit der englischen Sprache hat, sollte sich seine Videos und Tutorials unbedingt mal anschauen. Auch wer sich für die Lightroom Alternative Capture One interessiert, sollte sich diesen Namen merken.

4. Serge Ramelli

Serge Ramelli ist ein französischer Fotograf, der seine Videos und Tutorials allerdings ebenfalls auf Englisch produziert. Gerade für Landschaftsfotografen dürften seine Videos interessant sein. Er arbeitet hauptsächlich mit Lightroom und ist in der Lage alleine mit dem RAW Converter unglaublich tolle Resultate zu erzielen. Natürlich ist sein Stil Geschmacksache – seine Bilder haben einen extrem gesättigten, plastischen HDR Look. Oftmals halte ich mir selbst den Kopf, wenn er in Lightroom an den Reglern dreht und ich mir denke „Die Hälfte hätte es auch getan!“. Nichts desto trotz konnte ich von ihm extrem viel über Lightroom lernen – genug um ein Bild aufwändig bearbeiten zu können, ohne auch nur daran zu denken, Photoshop zu öffnen (was ich natürlich trotzdem tue).

5. Elia Locardi

Elia Locardi verfolge ich bei weitem nicht so aktiv, wie die vorhin genannten Fotografen. Sein Lehrvideo „Photographing the World“ möchte ich trotzdem jedem angehenden Landschaftsfotografen ans Herz legen. In mehreren Lektionen führt er den Zuschauer an die schönsten Plätze Islands und Neuseelands und vermittelt nahezu alles, was man über die Landschaftsfotografie wissen muss – von der Komposition bis hin zur Bearbeitung mit Lightroom, Photoshop, Color Efex Pro und Capture One.
 
Welche Fotografen habe ich vergessen? Wer gehört unbedingt auf diese Liste? Postet eure Vorschläge in die Kommentare – hier oder auf Facebook! Ein schönes Wochenende euch allen! 🙂

Eigene Homepage als Fotograf

Eigene Homepage als Fotograf

Wer diese Woche meinen Blog besucht hat, wird bemerkt haben, dass ich ihn mit einem neuen Design bestückt habe. Neben dieser Homepage betreibe ich zwei weitere Webseiten, die sich jedoch um meine fotografischen Dienstleistungen drehen. Ich wollte das neue Design zum Anlass nehmen, euch ein paar Punkte auf dem Weg zur eigenen Webseite mit zu geben. Vorweg: Ich bin kein Webdesigner und meine Kenntnisse tendieren gegen null. Ich bin definitiv nicht in der Lage, eine Webseite selbständig zu gestalten, geschweige denn zu programmieren. Dennoch glaube ich, meine Seiten können sich sehen lassen – auch ohne einen Webdesigner mit mehreren tausend Franken zu bezahlen. Ich möchte euch gerne aus der Sicht eines Laien vermitteln, wie ihr ebenfalls als Laie zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen könnt. Natürlich ist da auch viel Halbwissen dabei und ich möchte auf keinen Fall eine Garantie geben, was diese Infos angeht. Das soll übrigens keine Schritt für Schritt Anleitung sein: Zu allen Punkten, die ich anspreche, gibt es kostenlose Informationen und Tutorials im Internet. Vielmehr möchte ich euch motivieren, dieses Projekt endlich anzugehen und euch zeigen, dass ihr die Sache im Zweifelsfall auch einfach selbst in die Hand nehmen könnt, wenn euch das Geld für einen Webdesigner fehlt.

Die eigene Webseite: Eure Visitenkarte im Netz

Homepage für Fotografen
Eure Webseite ist eure Visitenkarte im Internet. Im Gegensatz zu Facebook, Twitter, Instagram usw. bestimmt ihr selbst, was zu sehen ist. Ihr definiert, wie gross eure Bilder sein dürfen und in welcher Qualität und Grösse ihr sie zur Verfügung stellt. Ihr bestimmt selbst, was in Ordnung ist und was nicht auf eure Homepage passt. Hier habt ihr die Möglichkeit, euch als Fotograf frei zu präsentieren. Dennoch wollt ihr natürlich als professioneller Fotograf auch professionell wirken. Wenn ihr plant, Aufträge über eure Homepage zu generieren, solltet ihr für den einen oder anderen Punkt ein paar Scheine investieren (es ist günstig, versprochen!).

Ich empfehle euch auf jeden Fall einen professionellen, kostenpflichtigen Webhoster. Es gibt zwar kostenlose Hoster – diese sind allerdings gähnend langsam und ballern eure Homepage mit Werbung zu. Mal ehrlich: Wer will seinen Kunden lange Ladezeiten und nervtötende Pop Ups zumuten? Was würdet ihr von solch einem Dienstleister denken, wenn ihr die Sichtweise eines potentiellen Kunden einnehmt? Also! Ein eigener Webhoster muss her – in meinem Fall nutze ich den schweizer Webhoster Cyon und hoste alle drei Homepages über das günstigste Paket.

Weiter solltet ihr euch eine eigene Domain reservieren. Für meine .ch Domains bezahle ich jeweils um die 15.- Franken pro Jahr – Peanuts wenn ihr dafür eine professionelle Aussenwirkung erzielen wollt. Würdet ihr einen Handwerker über die Webseite hansmuster.irgendeingratisanbieter.de beauftragen? Ich nicht.

Wie erstelle ich meine Webseite?

Klassische, statische Webseiten, lassen sich mit HTML programmieren – etwa im Windows Texteditor. Nur sehen die Resultate nicht besonders ansprechend aus (sofern ihr nicht mehr Ahnung davon habt, als ich) und statische Webseiten bringen so manche Nachteile mit sich. Wenn ihr beispielsweise nach einem Jahr eure Homepage um einen Blog ergänzen möchtet, müsst ihr diesen Punkt auf jeder Einzelseite eurer Webseite über den HTML Code einfügen. Glücklicherweise gibt es heutzutage einfachere und erst noch bessere Möglichkeiten. Meine persönliche Wahl: WordPress.

Installieren lässt sich WordPress denkbar einfach: Beachtet bei der Wahl eures Webhosters einfach, dass dieses unterstütz ist und im einfachsten Fall direkt über den Host installiert werden kann. In meinem Fall habe ich mich also eingeloggt und im entsprechenden Menü WordPress mit einem einfachen Klick installiert. Der darauf folgende Dialog ist auch für unerfahrene Nutzer relativ selbsterklärend. Füllt alles aus, bestätigt es. Gratuliere, ihr habt soeben eure Homepage erstellt. Natürlich sieht das Ganze noch etwas dürftig aus und muss mit einem schönen Design und Inhalten befüllt werden. Ich empfehle euch an diesem Punkt ein passendes Design (oder „Theme“) zu suchen. Über Google findet ihr eine grosse Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Designs, u.A. auch gezielt für Fotografen. Ob ihr Geld investieren möchtet, oder ob ihr euch mit einem der (teilweise sehr schönen) kostenlosen Designs entscheidet, müsst ihr mit euch selbst ausmachen. Kostenpflichtige Designs bieten den Vorteil, dass sie regelmässig mit Updates bedient werden (was punkto Sicherheit ein Thema sein kann) und ihr in den Genuss des Supports kommt. Kostenlose Designs wieder sind… Überraschung… Kostenlos!

Meiner Erfahrung nach ist die Suche nach einem passenden Design der nervenaufreibendste Teil auf dem Weg zur eigenen Homepage. Gerade bei kostenlosen Themes müsst ihr manche Nachteile in Kauf nehmen, was die Möglichkeiten zur Individualisierung angeht. Oft müssen mehrere Designs getestet werden, bis ihr ein passendes gefunden habt. Fehlende Funktionen können über PlugIns nachgerüstet werden, wobei ihr hier sicherstellen solltet, dass ihr euch für vertrauenswürdige Anbieter entscheidet (Stichwort: Sicherheit.). Ich empfehle definitiv das WordPress Jetpack zu installieren – es bietet euch tolle Möglichkeiten, was die Galerie angeht, sowie umfangreiche Statistiktools und viele weitere Features. Last but not least: Entscheidet euch unbedingt für ein responsives Design: Rund die Hälfte eurer Besucher sind mit dem Tablet oder dem Smartphone unterwegs – auch sie sollen eine tolle und einfache Nutzererfahrung haben.

Was muss auf die Webseite?

Achtet darauf, die Webseite nicht zu überladen. Definitiv zeigen solltet ihr euer Portfolio. Entscheidet euch für eure besten Bilder. Denkt mal auf diese Weise darüber nach: Wenn eure zwanzig besten Bilder online sind, wertet der nicht so gute Rest das Gesamtpaket doch bloss noch ab. Ausserdem solltet ihr sicher sein, dass ihr das zeigt, wofür ihr gebucht werden wollt. Wen ihr Hochzeiten fotografiert, zeigt Hochzeiten und nicht Makroaufnahmen aus dem nächstgelegenen Wald. Weiter braucht ihr aus gesetzlichen Gründen ein Impressum. Kontaktangaben oder gar ein Kontaktformular sollten vorhanden sein, sowie ein kleines „About Me“. Ob ihr Preise auf eurer Homepage veröffentlicht, ist eure eigene Entscheidung und hängt von eurer Marketingstrategie und Zielgruppe ab. Ein Blog bzw. eine News Sektion kann Sinn machen um Traffic zu generieren – jedoch bloss, wenn regelmässig Beiträge veröffentlicht werden. Liegt der letzte Beitrag zwei Jahre zurück, gehe ich als Besucher davon aus, die Seite sei inaktiv um nicht zu sagen tot. Nicht vergessen: Macht es euren Besuchern so einfach wie möglich, sich auf eurer Homepage zurechtzufinden.
Ich hoffe, ich konnte euch motivieren, das Langzeitprojekt „Eigene Webseite“ endlich in die Hand zu nehmen. Vielleicht müsst ihr, je nach Ansprüchen, mal einen Tag investieren – schnellere Lösungen lassen sich auch in ein paar Stunden umsetzen. Wenn ihr mit WordPress nicht klar kommt (ist bloss Übungssache, eigentlich ist es ganz leicht), greift eben auf die Möglichkeiten von 500px oder Behance zurück – immer noch besser, als keine Webseite zu haben. Ich möchte die Phrase „ist in Arbeit“ nur noch dann hören, wenn die Seite zwei Tage später steht! 😉

Den Blick des Betrachters führen

Den Blick des Betrachters führen

Bei jedem Bild solltet ihr euch fragen: Was will ich zeigen? Was soll das Bild aussagen? Was ist eigentlich das Hauptmotiv – der Knochen – und was ist bloss das Fleisch drum herum? Im heutigen Beitrag geht es um die Frage, die darauffolgt: Wisst bloss ihr, was das Hauptmotiv ist, oder weiss es auch der Betrachter? Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte, aber das gilt auch nur dann, wenn ihr eure Bilder sprechen lassen könnt. Wie wir nun den Blick des Betrachters auf das wesentliche lenken können, möchte ich euch ein wenig genauer vermitteln.

 

Störende Bildelemente vermeiden

 

Wenn wir mit unserem Blick über ein Bild wandern, bleiben wir an manchen Stellen hängen, während wir andere schlicht und einfach überfliegen. Wenn wir also unsere Bilder erstellen, wollen wir, dass der Betrachter genau da hängen bleibt, wo er hängen bleiben soll. Stellt euch ein Portrait vor: Schön ausgeleuchtet, ein tolles Model mit tollem Ausdruck in einer stimmungsvollen Szene – das einzige was nicht passt: Das Model hat einen gigantischen, entzündeten Pickel auf der Stirn. Wo würde euer Blick wohl hängen bleiben? Bei den Augen, der Mimik, der Pose oder dem tollen Kleid? Wohl kaum: Wahrscheinlich würden die meisten wie gebannt den Pickel anstarren. In diesem Fall liefert uns Photoshop natürlich ganz einfache Hilfsmittel um das Problem zu beheben, aber ich denke, das Beispiel ist einleuchtend.

Versucht also störende Bildelemente konsequent zu vermeiden. Angeschnittene, unkenntliche Schilder, Äste oder andere Gegenstände an den Bildrändern, unruhige Hintergründe oder Sensorflecken stören ebenso wie Halos und chromatische Aberration um Bäume oder Berge. Flecken auf T-Shirts gehören raus gewaschen oder zumindest retuschiert und künstliche Bilderrahmen gehen in 99% aller Fälle sowieso gar nicht. Kurz: Setzt alles daran, dass euer Motiv der Blickfänger eures Bilds ist und nicht ein störender Fehler.

 

Komposition

 

Nutzt die Möglichkeiten der Komposition um euer Motiv gezielt hervorzuheben. Leading Lines sind eine Möglichkeit um den Blick des Betrachters zu führen. Ausserdem könnt ihr gezielt mit Perspektiven, Distanzen und Brennweiten arbeiten: Wenn ihr ein extrem Weitwinkliges Objektiv verwendet, gewinnt der Vordergrund massiv an Gewicht, während Objekte im Hintergrund verschwindend klein abgebildet werden. Spielt mit Distanzen zwischen einzelnen Bildelementen (Etwa: Zusammen, was zusammengehört) oder zwischen dem Motiv und eurer Kamera. Bestimmt kennt ihr den Spruch: «Wenn dein Bild nicht gut ist, bist du nicht nahe genug». Das dürfte ein weiterer Anhaltspunkt für eure Bilder sein.

 

Helligkeit, Farbe und Schärfe

 

Weiter solltet ihr euch darauf achten, dass sich euer Motiv durch weitere Aspekte vom Rest des Bildes abgrenzt. Dabei gilt die Devise: Der Betrachter bleibt an hellen, gesättigten, scharfen und kontrastreichen Elementen hängen. Ein erster Schritt ist es also, die Helligkeitsinformationen eures Bildes zu analysieren. Betrachtet es dazu beispielsweise mal in schwarzweiss (z.B. in Lightroom über den Shortcut «V»). Wandert euer Blick sofort zum Hauptmotiv oder irrt er ziellos umher? Es kann sinnvoll sein, mit einer Vignettierung zu arbeiten – das heisst, unwichtige Bildinformationen an den Rändern werden abgedunkelt und euer Motiv ggf. aufgehellt. Unter anderem aus diesem Grund, solltet ihr auf kitschige, weisse Vignetten verzichten. Die sehen nicht bloss amateurhaft aus, sondern ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters vom Motiv auf die Vignettierung. Dasselbe gilt für die Sättigung: Ist euer Motiv ungesättigt und in einer knallig bunten Umgebung, wird es dem Betrachter kaum ins Auge springen – eine leuchtend gelbe Blume in einer kargen Landschaft hingegen schon. Dass ihr euer Motiv über Schärfe und Unschärfe hervorheben könnt, gehört wohl zu den grundlegendsten Lektionen der Fotografie. Fotografiert ihr etwa besonders offenblendig, verschwindet der unruhige Hintergrund in einer zarten Unschärfe, während das eigentliche Motiv umso schärfer in den Vordergrund tritt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Anhaltspunkte liefern, um den Blick des Betrachters in Zukunft besser lenken zu können. Schreib eure Meinung, Fragen und Anmerkungen in die Kommentare und postet gerne eure Beispiele an meine Facebook Pinnwand. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg bei der Umsetzung!

6 Tipps für einen effizienten Lightroom Workflow

6 Tipps für einen effizienten Lightroom Workflow

 
Nachdem es hier in den letzten Wochen aufgrund des grossen Arbeitsanfalls etwas ruhig zuging, gibt es heute endlich wieder ein paar Tipps für euch! Ich möchte mal einige Worte über meinen Workflow in Adobe Lightroom loswerden und werde demnächst auch einige Tipps zu einem effizienten Photoshop Workflow mit euch teilen. Lange Rede kurzer Sinn: Let’s go.

 

1. Die Miniaturansicht nutzen.

 

Die Bildauswahl findet bei vielen Usern in der Vollansicht statt. Das bietet den Vorteil, dass das jeweils ausgewählte Bild sofort gross ersichtlich ist und relativ schnell auf seine Schärfe hin beurteilt werden kann. Warum sage ich „relativ“? Lightroom ist leider nicht gerade die Performance Maschine aus dem Bilderbuch. In der Regel ist eine kurze Wartezeit notwendig, bis die Bildinformationen geladen und scharf dargestellt werden. Nun werden viele sagen: „Was soll’s? Sind ja bloss 2 oder 3 Sekunden.“
Wenn wir von einer Reportage ausgehen, sagen wir eine Hochzeit, dann haben wir schnell mal mehr als 1000 Bilder zu sortieren. Die 2 bis 3 Sekunden werden somit schnell zu einer guten Stunde, die wir uns auch sparen könnten. Wenn wir die Miniaturansicht nutzen, können wir die Thumbnails relativ gross Darstellen (unten rechts findet sich im Bibliotheksmodul ein Regler) und gleich 3 bis 4 Bilder pro Zeile bewerten. Ein Grossteil der Arbeit kann so erledigt werden, während die Schärfe erst in einem späteren Schritt beurteilt wird.

 

2. Ein sinnvolles Bewertungssystem schaffen.

 

Es ist meiner Meinung nach unglaublich hilfreich, ein sinnvolles und konsistentes Bewertungssystem zu schaffen. Dabei stehen in Lightroom Flaggen (angenommen / abgelehnt), Farben und Sterne zur Verfügung. Mein eigenes System soll hier bloss als eine von vielen Möglichkeiten gezeigt werden:
 

„abgelehnt“ (x) Das Bild ist auf den ersten Blick Ausschuss.
1 Stern (1) Das Bild ist in Ordnung und kann ggf. verwendet werden.
2 Sterne (2) Das Bild wird verwendet bzw. dem Kunden übergeben.
3 Sterne (3) Das Bild gehört zu den besten des Auftrags.
4 Sterne (4) Das Bild gehört ins Portfolio.

 
Die Farben verwende ich unterschiedlich. Mal nutze ich sie, um meine Bilder in Smart Sammlungen zu organisieren und mal bloss um sie im Nachhinein separat zu filtern – z.B. blau für die spätere Bearbeitung in Photoshop.

 

3. Presets nutzen.

 

Schafft euch eine Reihe eigener Presets oder ladet euch entsprechende aus dem Internet runter. Ich persönlich nutze relativ simple Vorgaben, die nicht massiv in’s Bild eingreifen. Das ist allerdings Geschmacksache. Grundsätzlich gilt für mich die Devise, dass Arbeitsschritte, die ich immer und immer wieder ausführe, automatisiert werden sollten. Wenn ihr zum Beispiel immer die chromatische Aberration entfernt (was ich euch raten würde), wieso solltet ihr immer und immer wieder dasselbe Kontrollfeld aktivieren, wenn ihr diesen Arbeitsschritt ebensogut in einem Preset speichern könnt? Ob ihr Import Presets erstellt oder eine Auswahl von Presets während der Bildbearbeitung nutzt ist euch überlassen. Weitere Punkte die sich unter Umständen automatisieren lassen sind die Schärfung, Rauschreduzierung, Objektivkorrekturen, Kontrast und Dynamik/Sättigung. Ich persönlich verzichte darauf mehrheitlich, da ich eigentlich immer unterschiedliche Werte verwende, oder die Regler teils gar nicht anfasse. Auch für den Export lassen sich Presets erstellen – etwa für Facebook, die eigene Homepage oder JPGs in der vollen Auflösung für den Druck.

 

4. Lightroom zur Massenbearbeitung verwenden

 

Bleiben wir beim Beispiel der Hochzeitsreportage. Teilt die Bilder in eurem Kopf (oder tatsächlich in Lightroom mithilfe von Farben, Sternen oder Stapeln) in einzelne Gruppen, die jeweils bestimmte Optimierungen nötig haben. Beispielsweise könnt ihr euch für jeden Raum in dem ihr fotografiert habt für einen konkreten Weissabgleich entscheiden. Habt ihr mit der Belichtungskorrektur gearbeitet und eine Reihe an Bildern unterbelichtet um die Highlights zu schützen? Korrigiert sie alle auf einmal! Verseht ihr eure Bilder mit Vignetten? Legt euch einen Radialfilter mit den ungefähren Einstellungen an und synchronisiert ihn mit allen Aufnahmen. Nun müsst ihr ihn jeweils nur noch positionieren und vielleicht mal eine kleine Anpassung vornehmen. Mit dem Befehl „Vorherige“ unten rechts könnt ihr übrigens sämtliche Einstellungen des zuletzt ausgewählten Bildes auf das aktuelle Bild anwenden.

 

5. Shortcuts nutzen

 

Das hättet ihr euch sicher auch selbst denken können, aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Shortcuts machen euch das Leben leichter. Welche Zeitersparnis eine Sekunde pro Bild insgesamt einbringt, habe ich schon am Anfang erläutert und mit Shortcuts spart ihr im Idealfall noch viel mehr Zeit. Einige Beispiele: Mit der Taste „R“ könnt ihr euer Bild drehen und zuschneiden. Mit der Taste „G“ betrachtet ihr alle Bilder in der Miniaturansicht. Wählt zwei Bilder aus und drückt „C“ um sie nebeneinander zu vergleichen. Mit „L“ könnt ihr den Hintergrund und das Interface stufenweise abdunkeln um euch voll auf die Bilder konzentrieren zu können (sinnvoll bei der Bildauswahl zusammen mit dem Kunden). Mit „E“ öffnet ihr das Bild in der vollen Ansicht, mit „F“ kommt ihr den den Fullscreen und mit „Ctrl + E“ (bzw. „Cmnd + E“ bei Mac) öffnet ihr die ausgewählten Bilder direkt in Photoshop. Mit „D“ geht’s in’s Entwickeln Modul und mit „M“ bzw. „Shift + M“ legt ihr einen Verlaufs- bzw. einen Radialfilter an. Das sind bloss einige Beispiele, die ich häufig nutze. Online gibt es tolle Zusammenstellungen und Übersichten wichtiger Shortcuts: Nutzt sie!

 

6. Kenne die Grenzen von Lightroom

 

Lightroom ist eine tolle Software die zur Massenbearbeitung super geeignet ist. Manchmal kann es allerdings Sinn machen, zu Photoshop zu wechseln, denn wie bereits erwähnt ist Lightroom leider nicht die tolle Performance Maschine, die man sich manchmal wünschen würde. Gerade im Bereich der Retusche kann es je nach Anzahl der Bilder effizienter sein, Photoshop zu nutzen – insbesondere, wenn sich die einzelnen Korrekturen nicht ohne weiteres synchronisieren lassen (Kamera oder Motiv bewegt sich). Wenn eine Person etwa auf 20 Bildern einen Pullover voller Hundehaare trägt (gerade im Frühling und Herbst ist es besonders schlimm), so würde ich auf Lightroom verzichten: Das Retuschetool ist träge und oft unpräzise. Gerade mit der schnellen Arbeit mit dem Grafiktablett kann Lightroom zum kriechen gebracht werden. Nutzt dazu eher Photoshop und verwendet beispielsweise meinen Quicktipp zum Thema „Härchen retuschieren“ wenn’s schnell gehen muss!

 

Habt ihr weitere Tipps für einen effizienten Workflow, die ihr gerne teilen würdet? Postet sie in die Kommentare! Wenn euch der Beitrag gefallen hat, lasst es mich wissen und bleibt gespannt: Wo der herkommt, gibt’s noch mehr… 😉

 

Härchen einfach entfernen

Härchen einfach entfernen

Heute habe ich kein umfangreiches Tutorial für euch, aber einen Photoshop Quicktipp, der euren Workflow massiv beschleunigen könnte. Und zwar geht es um kleine Härchen. Das können Stoppeln sein, wenn die letzte Rasur etwas lange zurückliegt oder auch Haare und Fussel auf Kleidung. Das ist natürlich nicht besonders schön, weshalb wir diese gerne entfernen möchten. Intuitiv greift man nun wohl als erstes zum Kopierstempel oder zum Reparaturwerkzeug und fängt an, die Härchen einzeln herauszuretuschieren. Damit kommt man sicherlich zum Ziel, doch gerade bei Kleidern ist diese Technik mit sehr viel Arbeit verbunden – nicht zuletzt, weil oftmals sehr sorgfältig gearbeitet werden muss, um die Struktur der Textilien nicht zu zerstören. Was könnte man also tun, um diesen Prozess deutlich zu beschleunigen? Ganz einfach: Wir verwenden einen Filter – „Staub und Kratzer“ um genau zu sein.

 

Vorgehensweise in Adobe Photoshop

 

Photoshop lernen: Staub & Kratzer
Die Härchen auf der Wange sollen entfernt werden.

 

Wir markieren also erstmals die Problemzone mit dem Lassowerkzeug. Meist empfiehlt sich eine weiche Kante von etwa 10px, wobei ich in diesem Falle gänzlich darauf verzichtet habe (was zeigt, wie sauber mit dieser Technik gearbeitet werden kann!). Das Bild stammt aus dem Beauty Shooting mit Linda – mit dabei war auch Roberto, ein Friseur. Nun waren wir in unserer Routine etwas zu unsorgfältig: Nachdem die Frisur etwas nachgeschnitten wurde, blieben einige abgeschnittene Härchen auf der Haut zurück. Kein Grund zur Sorge: Wir markieren die Haut wie gesagt relativ grosszügig um alle Problemstellen.

 

Photoshop lernen: Staub & Kratzer
Filter -> Rauschfilter -> Staub und Kratzer…

 

Nun nutzen wir die Funktion Filter –> Rauschfilter –> Staub und Kratzer… Solltet ihr den Filter zum ersten Mal verwenden, dürfte die Vorschau noch nicht besonders vielversprechend aussehen. Es gilt nun, mit den Werten zu experimentieren. Zentral ist dabei der sogenannte Schwellenwert. Der Filter erkennt, wie der Name schon sagt, Staub und Kratzer im Bild. Der Algorithmus greift auch bei Haaren – den wie ein Kratzer stellen diese einen kontrastreichen, strichförmigen Helligkeitsunterschied dar. Der Schwellenwert bestimmt, wie ausgeprägt dieser Unterschied sein muss, um vom Filter erfasst zu werden. Wählen wir einen sehr tiefen Wert, so stellen wir fest, dass die Haut weichgezeichnet wird: Selbst die Poren werden von Photoshop als Staub oder Kratzer interpretiert und entfernt. Das wollen wir allerdings nicht bzw. wenn, dann wollen wir eine Weichzeichnung der Haut mit anderen Mitteln erzielen. Entsprechend wählen wir einen Wert zwischen 10 und 20 Stufen – die untenstehenden Werte sind eine gute Ausgangslage.

 

Photoshop lernen: Staub & Kratzer
Radius 11 und Schwellenwert 16 sind eine gute Ausgangslage

 

Wir sehen bereits in der Vorschau: Unsere Vorgehensweise war ein voller Erfolg! Die Härchen sind mit wenigen Klicks spurlos verschwunden. In extremen Fällen können kleine Ungleichheiten bestehen bleiben, was sich jedoch sehr schnell mit den klassischen Retuschewerkzeugen korrigieren lässt – Photoshop sei Dank! Hier seht ihr das Ergebnis nach Anwendung des Filters:

 

Photoshop lernen: Staub & Kratzer
Die Härchen sind verschwunden!

 

Wie bereits erwähnt funktioniert diese Technik oftmals wunderbar bei der Bereinigung von Kleidern. Auch Hautschuppen an etwas trockenen Stellen können gleich mitmarkiert werden: Auch hier leistet der Filter oft gute Arbeit. In diesem Sinne hoffe ich, dass ich euch weiterhelfen konnte. In meinem Workflow kommt diese Vorgehensweise immer häufiger zur Anwendung, denn sie bringt eine enorme Zeitersparnis mit sich!

Viel Spass beim ausprobieren! Wenn ihr diese Technik noch nicht kanntet und etwas dazugelernt habt, lasst es mich wissen – ich freue mich über euer Feedback!

Grundlagen: Kameraeinstellungen

Grundlagen: Kameraeinstellungen

Der heutige Beitrag soll sich an Fotografen in ihren Anfängen richten: Kameraeinstellungen! Dabei möchte ich die drei Grundeinstellungen vorstellen und erklären, sowie einige Worte über den Sinn und Unsinn von möglichen Rezepteinstellungen loswerden.

Oft werde ich gerade bei etwas aufwändigeren Landschaftsbildern gefragt, welche Einstellungen ich den verwendet habe. Die Intention dahinter ist natürlich, ein Bild und seine Entstehung besser zu verstehen und diese Informationen in die eigene Fotografie mit einbringen zu können. Für die absoluten Einsteiger möchte ich an dieser Stelle erst ein paar Grundlagen vermitteln: Welche Kameraeinstellungen gibt es eigentlich und wie beeinflussen sie die Aufnahme?

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Was bedeutet TfP (nicht)?

Was bedeutet TfP (nicht)?

TfP – Time for Prints: Nahezu jeder Fotograf hat diesen Begriff mehr als einmal in seinem Leben gehört und das nicht immer in einem positiven Kontext. Das TfP Prinzip ist eine Alternative zum Shooting gegen Bezahlung (sei es nun das Model oder der Fotograf der bezahlt). Alle Beteiligten investieren Zeit und Arbeit in das Shooting und erhalten anstelle eines Honorars schlicht und einfach die Abzüge der finalen Bilder – wobei heutzutage die digitale Form wohl verbreiteter sein dürfte und die Bezeichnung Time for Pictures wohl angebrachter wäre. Anstatt direkt auf den Sinn des TfP Shootings einzugehen, möchte ich ein paar Worte darüber loswerden, was TfP nicht bedeutet, denn daraus erschliesst sich ein grosser Teil der Idee von selbst.
Studiofotografie Linda

 

„Toll, ein kostenloses Shooting!“

 

Gerade in der Weihnachtszeit wird der Posteingang so mancher Fotografen regelrecht mit TfP Anfragen überflutet: „Hi, mein Freund und ich suchen einen Fotografen für ein Pärchenshooting. Gerne auf TfP Basis!“. Leider muss ich euch enttäuschen, denn TfP ist kein Zauberwort um kostenlos an ein tolles Shooting zu kommen. Wenn ihr keine Erfahrung vor der Kamera habt, könnt ihr nicht damit rechnen, dass ein Fotograf seine Zeit für ein TfP Projekt aufwendet. Schlicht und einfach deshalb, weil eben nicht bloss aus Spass geshootet wird, sondern auch um künstlerisch weiter zu kommen und das Portfolio aufzuwerten. Das Model ist dabei ebenso entscheidend, wie der Fotograf. Grundsätzlich sollten sich die Portfolios aller Beteiligten auf einem vergleichbaren Niveau befinden. Bestimmt findet sich ein Fotograf, der sich für ein TfP Pärchenshooting gewinnen lässt: Ein absoluter Neueinsteiger ohne Portfolio. Die Bilder werden dementsprechend ausfallen. Mein Tipp: Sucht euch einen guten Fotografen in eurer Umgebung und bezahlt für euer Shooting einen angemessenen Preis – dann geht ihr auch mit guten Bildern nachhause.

 

„Toll! Kostenloses Make Up und Topmodels ohne Gage!“

 

Das Gegenbeispiel zum ersten Fall: Ein Fotograf sieht in einem TfP Projekt die Chance, ein professionelles Shooting nach seinen eigenen Vorstellungen umzusetzen. Models und Visas sind bloss Werkzeuge um sich ein tolles Portfolio aufzubauen. Nun, so funktioniert es auch nicht. Nicht nur der Fotograf, sondern auch alle anderen Beteiligten investieren Zeit und Arbeit in das Shooting und sollten als gleichwertige Partner betrachtet werden. Schliesslich wollen auch sie sich künstlerisch weiterentwickeln und ihre Ideen ins Shooting miteinbringen. Wer ein Team möchte, das die eigenen Vorstellungen ohne Wenn und Aber umsetzt, so sollte man dieses auch entsprechend bezahlen. Im Idealfall bringen sich alle Beteiligten kreativ in ein TfP Projekt ein und niemand geht mit dem Gefühl nachhause, kostenlos eine Dienstleistung erbracht zu haben, ohne seine eigenen Ideen umsetzen zu können.
Studiofotografie Melanie

 

„Toll! Eine ganz unverbindliche Sache“

 

Viele nehmen TfP Shootings auf die lockere Schulter: Kein Geld, kein Druck! Das ist schön und gut, denn TfP Projekte sind eine tolle Möglichkeit, neues zu versuchen und daran auch scheitern zu können. In diesem Sinne ist der fehlende Druck eine tolle Sache. Wenn nun aber die beste Freundin anruft oder sich ein Kumpel auf ein Bierchen treffen möchte, so stellen manche das vereinbarte Shooting hinten an. Ist ja schliesslich kein bezahlter Auftrag, also ist das auch nicht weiter schlimm. Falsch! Alle Beteiligten haben ihre Arbeit in dieses Projekt gesteckt und das ebenfalls ohne jegliche Vergütung. Konzepte und Ideen wurden erarbeitet, die Zeit wurde freigehalten und evt. wurden gar Investitionen getätigt (Raum- oder Equipmentmiete, Requisiten, Make Up, und so weiter). Nicht nur aus diesen Gründen, sondern ganz allgemein ist es respektlos einen TfP Termin kurzfristig aus fadenscheinigen Gründen abzusagen oder gar ohne Abmeldung nicht zu erscheinen. Fast jedes Model stand schon kurzfristig ohne den Fotografen da und umgekehrt und nur zu oft warteten beide vergeblich auf die Visagistin. Das geht so weit, das manche Leute die Fotografie als ihr Hobby an den Nagel gehängt haben oder sich anderen Genres zuwendeten. Sowas ist einfach nur traurig und eigentlich vermeidbar: Nehmt TfP Projekte Ernst und haltet euch an Vereinbarungen. Natürlich kann es zu unvorhersehbaren Situationen kommen, die ein Projekt kurzfristig unmöglich machen – etwa ein Unfall oder andere tragische Ereignisse. Sprecht mit den Beteiligten, denn wer etwas auf sich hält, zeigt in solch einem Fall Verständnis.

 

Warum TfP dennoch eine tolle Sache ist

 

Die vielen Negativbeispiele haben vielleicht so manchen abgeschreckt. Dennoch spreche ich mich klar für TfP Shootings aus. Für Einsteiger bieten sie eine tolle Möglichkeit, sich Kenntnisse in der Lichtführung, Retusche, Posing etc. anzueignen. Aber auch erfahrene und erfolgreiche Models und Fotografen können von TfP Projekten profitieren. Das eigene Portfolio kann durch freie Arbeiten erweitert werden, neues kann ausprobiert werden und nicht zuletzt ist es einfach nur toll, mit anderen Menschen kreativ zu arbeiten. Alle bringen ihre Ideen und Talente in ein Shooting mit ein und freuen sich über die tollen Resultate, die auf diesem Weg entstehen können. In diesem Sinne: Überlegt euch gut, ob ihr TfP Shootings pauschal ablehnen möchtet. Sinnvoller ist es meiner Meinung nach, regelmässig mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten, die sich auf einem ähnlichen Niveau befindet. Denn wenn ihr als Künstler eins akzeptieren müsst, dann ist es die Tatsache, das ihr noch nicht am Ende angelangt seid und euch stets weiterentwickeln könnt. TfP Projekte werden euch dabei helfen.
Outdoor Shooting Felicia
Übrigens: Solltet ihr Interesse an einem TfP Shooting mit mir haben, so freue ich mich selbstverständlich über eure Bewerbung!