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Monat: August 2016

6 Erkenntnisse in 6 Monaten Werbefotografie

6 Erkenntnisse in 6 Monaten Werbefotografie

Es ist soweit – mein letzter Arbeitstag ist zu ende. Sechs Monate lang habe ich ein Praktikum in der Werbefotografie absolviert. Es gab Höhen und Tiefen, manches war anders, als erwartet. Gerne
möchte ich meine wichtigsten Erkenntnisse, Erfahrungen und Erinnerungen mit euch teilen.

1. Ich habe einen umfangreichen Einblick in den Bereich der Werbefotografie erhalten. Wir haben für unterschiedlichste Kunden, teils hochkarätige Firmen, teils Kleinunternehmen gearbeitet. In jedem Fall ist es hilfreich, einen guten Draht zum Kunden zu haben – auch auf persönlicher Ebene. Per Du ist es einfacher zu arbeiten, als per Sie.

2. „Der Preis ergibt sich nicht aus dem Wert, sondern aus dem kommunizierten Wert“ – was ich einerseits schon dank Calvin’s Podcast und andererseits dank meinem BWL Studium wusste, bestätigte sich auch in der Praxis. Es nützt nichts, perfekt mit dem Licht umzugehen oder um vier Uhr auf den Sonnenaufgang zu warten, wenn man es nicht schafft, dem Kunden den Mehrwert zu kommunizieren, den man ihm mit seinen Bildern liefert.

3. Es ist wichtig, in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich habe mit unterschiedlichstem Equipment gearbeitet und immer kann es passieren, dass etwas schiefgeht – in den meisten Fällen die Blitzauslöser. Wenn man nun dasteht und fünf Leute (Kunden) warten, sollte man nicht die Nerven verlieren.

4. Bilde dich ständig weiter – auch in der Werbefotografie: So habe ich das schon immer gehandhabt und werde es jetzt erst recht so handhaben. Die Herausforderungen ändern sich ständig und „learning on the job“ ist definitiv keine Option wenn es um Auftragsarbeiten geht, denn dann sollte die Qualität stimmen.

5. Denke immer auch aus Kundenperspektive. Es geht nicht um dich und deinen maximalen Profit, sondern darum, dem Kunden Mehrwert zu liefern: Der Kundennutzen ist die erste Priorität. Aus diesem Grund verzichte ich etwa auf komplexe Gebühren für Nutzungsrechte und lege den Preis so fest, dass sowohl ich als auch der Kunde gut kalkulieren kann. Der Kunde soll mit den Bildern arbeiten und sie nutzen dürfen, ohne sich Gedanken um dutzende Einschränkungen machen zu müssen.

6. Arbeite effizient! Es ist zentral, sich einen effektiven und konsistenten Workflow anzueignen. Angefangen bei den Vorbereitungen über die Fotografie und insbesondere in der Nachbearbeitung: Alles sind Prozesse, die optimiert werden können. Wir sprechen hier nicht von ein paar Minuten sondern je nach Auftrag von Stunden, die eingespart werden können.